Blutdoping
Die Hauptnebenwirkungen von Blutdoping sind:- die Bildung von Blutgerinnseln,
- Überbelastungen des Kreislaufsystems,
- Nierenschäden aufgrund von allergischen Reaktionen und
- Übertragung von infektiösen Krankheiten wie z. B. AIDS (HIV).
Weitere unerwünschte Effekte können sein:
- Ausschlag,
- Fieber und allergischer Schock,
- metabolischer Schock,
- akute hämolytische Reaktionen mit Nierenschäden infolge einer Übertragung von falsch typisiertem Blut,
- verzögerte Transfusionsreaktionen mit Fieber und Gelbsucht (potenzielle lebensbedrohlich) und
- Übertragung von infektiösen Krankheiten wie Virushepatitis und AIDS.
Selbst unter Standardbedingungen im Krankenhaus muss eine Transfusion wegen des Infektionsrisikos (z. B. Hepatitisvirus, HIV) und wegen der Möglichkeit einer Transfusionsreaktion sehr sorgfältig durchgeführt werden. Eine Bluttransfusion ohne eine entsprechend fachkundige Überwachung kann das Risiko erhöhen. Zusätzlich führt die Anhebung des individuellen Hämatokritwerts über ein physiologisches Niveau hinaus zu einer Erhöhung der Blutviskosität, was wiederum das Thrombose- und Herzinfarktrisiko steigert.
Künstliche Sauerstoffträger
Die Nebenwirkungen von künstlichen Sauerstoffträgern variieren; sie können bestehen in:- Fieber,
- reduzierter Blutplättchenzahl,
- Hypertonie,
- Vasokonstriktion,
- gastrointestinaler Überempfindlichkeit,
- gestörter Sauerstoffversorgung des Gewebes,
- Nierenschaden und
- Eisenüberschuss.
Bei der Anwendung künstlicher Sauerstoffträger kann es vor allem zu hohen peripheren und pulmonalen Drücken kommen. Eine hohe Sauerstoffkonzentrationen im Gewebe ruft einen Reflex der Arteriolen hervor, der dazu führt, dass Anzahl und Durchmesser der funktionellen Kapillaren vermindert werden, um oxidative Gewebsschäden zu vermeiden. Folge davon ist eine Erhöhung des vaskulären Widerstands.
Hämoglobin-basierte Sauerstoffträger reduzieren die Stickoxid-vermittelte Vasodilatation in Arteriolen und Kapillaren. Andere negative Effekte sind gastrointestinale Auswirkungen mit erhöhtem Tonus des intestinalen Ringmuskels, Flatulenz und Meteorismus. Eine mögliche fatale Nebenwirkung solcher Substanzen ist die Nierentoxizität, die durch die Filtration von Hämoglobinmonomeren mit anschließender Tubulusnekrose hervorgerufen wird. Blutprodukte von Menschen oder solche tierischen Ursprungs können infektiöse Partikel wie Viren enthalten oder immunologische Effekte im Empfänger hervorrufen.
Negative Effekte in Verbindung mit Perfluorokohlenstoffe sind Grippe-ähnliche Symptome mit Fieber und Myalgien. Perfluorokohlenstoffe werden auch mit einem erhöhten Blutandrang in Leber und Milz und nachfolgendem Organversagen mit Störung der Immunabwehr in Verbindung gebracht.
Des Weiteren können auftreten:
- allergische Reaktionen,
- Anstieg der Körpertemperatur über 40 °C,
- Fieber und Kältegefühl,
- Durchfall,
- Nieren-, Leber- und Lungentoxizität (in den meisten Fällen wohl irreversible Schäden),
- Infektionen, falls die Präparate bakteriell verunreinigt waren,
- Embolien und Thrombosen (Thrombocytopenie),
- Übertragung von HIV, wenn Nadeln gemeinsam benutzt werden und
- die Bildung von Gasblasen nach Injektion in die Blutgefäße.
Querverweise:
Erhöhung des Sauerstofftransfers
Blutdoping nutzt autologes, homologes oder heterologes Blut sowie rekombinantes Erythropoietin (rEPO). Athleten wenden Blutdoping an, um die Sauerstofftransportkapazität des Blutes zu erhöhen und damit eine bessere Ausdauerleistungsfähigkeit zu erreichen. Daher werden vor allem Ausdauersportarten mit diesem Missbrauch in Verbindung gebracht.
Mit Hilfe der Querverweise können sie sich gezielt über die gesundheitlichen Nebenwirkungen dieser Methoden auf spezifische Organsysteme des Körpers informieren.
Mit Hilfe der Querverweise können sie sich gezielt über die gesundheitlichen Nebenwirkungen dieser Methoden auf spezifische Organsysteme des Körpers informieren.
